Kultur · 16 märz 2020 · Jens Høvsgaard

Im Schatten des Coronavirus: Neun deutsch-dänische Projekte von KultKIT genehmigt

Wenn Menschen aus verschiedenen Ländern sich begegnen, kennenlernen und zusammenarbeiten, entsteht ein fruchtbares kulturelles Verständnis. Das ist die Vision von dem deutsch-dänischen Interreg-Dachprojekt KultKIT.

KultKIT fördert Projekte und Veranstaltungen, die den Austausch zwischen deutschen und dänischen Bürgern in allen Altersstufen ermöglichen. Die deutsch-dänischen Begegnungen werden auf dem Sportfeld, im Theatersaal, in der Schule und vielen anderen Orten ausgetragen. Die Begegnungen sind unterhaltsam und zugleich fordernd und lehrreich für die Teilnehmenden.

Aktuell ist die Gefahr der Corona-Ausbreitung eine Herausforderung.

„In der aktuellen Situation werden keine deutsch-dänischen Projekte und Begegnungen durchgeführt. Wir richten uns gänzlich nach den aktuellen Vorgaben der Behörden in Deutschland und Dänemark. Gleichzeitig versuchen wir, längerfristige negative Konsequenzen der Schließung der Grenze vorzubeugen“, sagt Jeppe Cecil Pers, Projektleiter von KultKIT.

Amerikanischer Fußball und Kinderlieder

Letztes Jahr wurden 34 deutsch-dänische Begegnungen und Veranstaltungen von KultKIT gefördert, und laut Pers wird die Anzahl von geförderten Veranstaltungen dieses und nächstes Jahr steigen. In dieser Woche wurden neun neue KultKIT-Projekte genehmigt.

„Wir freuen uns über die Vielfalt der Projektakteure und das generell hohe Ambitionsniveau“, sagt der Projektleiter und verrät, dass eines der Projekte die Musik und das Singen in Kitas und Kindergärten fördert, Jugendliche aus Næstved, Lübeck und Slagelse sich zum amerikanischen Fußballspielen treffen, dass weitere Kulturprojekte und der Austausch zwischen dem westlichen und dem östlichen Teil der Grenzregion Förderung erhalten.

Flexible Hilfe für genehmigte Projekte

Dieses Jahr herrscht ein besonderer Fokus auf das deutsch-dänische Verhältnis. 2020 beinhaltet eine Markierung des 100-jährigen Jubiläums der Volksabstimmung der deutsch-dänischen Grenzregion.  Gleichzeitig ist das Jahr 2020 offiziell als deutsch-dänisches kulturelles Freundschaftsjahr ernannt worden.

Jeppe Cecil Pers hofft, dass die besondere deutsch-dänische Aufmerksamkeit Projekten weiteren Aufwind verschafft und unterstreicht, dass die aktuelle Corona-Situation keineswegs die KultKIT-Beratung der Antragsteller einschränken wird.

„Diese Woche mussten wir leider unsere Informationsveranstaltung in Nakskov ausfallen lassen, aber wir garantieren, dass weder dieser Ausfall oder der Coronavirus unsere Beratung begrenzen wird. Wir passen uns der Situation an und sind flexibel in unserer Betreuung der Projektakteure“, sagt Pers.

Bei der aktuellen Situation werden einige geplante Veranstaltungen auf Grund des Risikos der Corona-Ansteckung verschoben werden, aber das heißt nicht, dass sie komplett abgesagt werden.

„Viele Deutsche und Dänen in unserer Grenzregion haben sich gefreut einander zu treffen, kennenzulernen und kulturell herauszufordern. Wir sorgen dafür, dass alle Veranstaltungen durchgeführt werden können, wenn sich die Situation stabilisiert hat“, sagt Jeppe Cecil Pers.