Bildung · 30 märz 2020 · Jens Høvsgaard

Schüler laufen für das Klima

Umwelt- und Klimaschutz ist hochaktuell und wird von vielen Menschen als zentrale Zukunftsaufgabe angesehen. An Rønnebækskolen in Næstved diskutieren Eltern und Schüler nicht nur den Klimaschutz, sie sind Vorreiter und beschäftigen sich bereits seit vielen Jahren mit Klima- und Umweltschutz – lange bevor die schwedische Schülerin Greta Thunberg das erste Mal in den Medien auftrat.

„Wir sind eine umweltbewusste Schule, und weltweit eine von nur drei Schulen, die seit 25 Jahren durchgehend die grüne Fahne erhalten haben“, sagt Bjarke Falgren aus dem Elternverband der Schule.

Strenge internationale Anforderungen

Das Projekt „Grüne Schule“ ist Teil eines internationalen Projekts, welches das Umweltbewusstsein bei Schülerinnen und Schülern weltweit fördert. Das internationale Projekt existiert seit 1994 und wird in Dänemark vom Biologen- und Geografenverband und dem Friluftsrådet organisiert.

Die grüne Fahne wird nicht ohne weiteres erteilt. Ein Umweltkomitee, das sich aus Lehrern und Schülern zusammensetzt, muss diverse Anforderungen implementieren und dokumentieren, zum Beispiel muss jedes Jahr mindestens 10 Prozent Wasser, Papierabfall und Elektrizität eingespart werden.

In einem Interview mit dem Fachmedium Folkeskolen.dk erklärt Ida Kryger vom Friluftsrådet die strengen Anforderungen:

„Es ist ein internationales Projekt und die Anforderungen sind in jedem teilnehmenden Land gleich. Ansonsten müssten ich und die Koordinatoren aus den anderen Ländern schätzen, welche Schulen mehr oder weniger grün sind. So würde die grüne Fahne einfach ihren Wert verlieren“, sagt Kryger.

Deutsche Schüler zum Klimakampf eingeladen

Wenn die Rønnebækskole voraussichtlich am 18. September 2020 zum 26. Mal die grüne Fahne erteilt bekommt, wird gleichzeitig vom Elternverband der Schule der jährliche Rønnebækker  in der nähe vonrband am seleichkkeskolenlendiese sind da, um gebrochen zu werden“ildet werden kNæstved abgesagt und verschoben Klimalauf, (Rønnebækløbet) im Wald Fruens Plantage nahe Næstved, ausgetragen.

Beim Lauf verdienen die Kinder – anhand sogenannter Laufverträge mit Familie, Freunden und Sponsoren – Geld für den Klima- und Umwelteinsatz. Das Geld wird daraufhin in Baumpflanzungsprojekte investiert, die letztlich CO2 von der Atmosphäre aufnehmen sollen.

Letztes Jahr trugen die Schüler auf dieser Weise dazu bei, dass die Atmosphäre von nicht weniger als 168 Tonnen CO2 erspart wurde – das Geld des Klimalaufes wurde nämlich an die Organisation Climate Care gespendet. Dieses Jahr hoffen sowohl die Schüler als auch der Elternverband, dass Schüler einer oder mehrerer deutschen Schulen mitlaufen möchten.

„Dieser Tag ist der ideale Ausgangspunkt für ein interkulturelles Treffen zwischen dänischen und deutschen Schülern. Die Gemeinschaft, welche durch den kollektiven Klimakampf entsteht, ist ein natürlicher Treffpunkt“, schreibt Bjarke Falgren vom Elternverband in der kultKIT-Partnerbörse. Die zweitägige Veranstaltung bietet mehrere gemeinsame und interkulturelle Aktivitäten, vor allem eine offizielle Zeremonie mit dem Bürgermeister von Næstved, Carsten Rasmussen, der die grüne Fahne im Schulhof hissen wird.